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Empanadas – Jede Region backt ihre eigenen Taschen

Empanadas sind nicht nur überall in Lateinamerika beliebt – sie können eigentlich als das gemeinsame Nationalgericht genannt werden. Von Mexiko bis Feuerland sind sie auf den Speisekarten und in den kleinen Garküchen zu finden. Wenn sie auch von Region zu Region, von Ort zu Ort immer ein wenig anders zubereitet werden, erfreuen sich die gefüllten Teigtaschen großer Beliebtheit.

Ein wenig Finger-Geschick ist schon erforderlich, um die kleinen – meist aus Maismehl gebackenen – halbmondförmigen Fladen zu füllen. Weil wir es Ihnen einfach machen möchten, verwenden wir in unserem Rezept (siehe unten) fertigen Blätterteig. So gelingen Empanadas wirklich jedem …

Übrigens: Empanadas haben einen weiten Weg zurückgelegt, bis sie in Lateinamerika angekommen sind. Ein Koch namens Epainetos aus Athen soll in der Antike Taschen gebacken haben, die er mit Fleisch, Käse, Kräutern, Essig und Honig füllte. Er verkaufte sie als Snack bei Theateraufführungen. Bildlich belegt eine Reliefdarstellung aus dem 12. Jahrhundert an der Kathedrale Santiago de Compostela (Spanien) die Existenz der Empanas als Pilger-Wegzehrung. Das älteste Rezept für mit Fisch gefüllte Empanadas stammt aus dem Jahr 1520 aus Katalonien.

Heute findet man weltweit direkte Verwandte der Empanadas: die deutschen Maultaschen, die italienischen Ravioli, die französischen Pasteten, die Kärntner Nudeln, die indischen Samosas, die chinesischen Frühlingsrollen, die griechischen Panakópitta und die russischen Piroschki. Doch zurück nach Lateinamerika:

In Argentinien sind die Empanadas meist um die zehn Zentimeter lang und halbmondförmig. Es gibt Empanadas mit Rindfleischfüllung (empanada de carne), Hühnchen (empanada de pollo), Schinken und Käse (empanada de jamón y queso) und mit anderen Füllungen (Thunfisch, Zwiebeln, Spinat, Mais etc.). In jeder Provinz gibt es spezielle Sorten, die entsprechend den Namen tragen: Empanadas Salteña, Cordobesa, Tucumana, Mendocina, Santiagueña. In der Provinz Buenos Aires werden sie einfach Empanada Criolla genannt.

In Kolumbien werden Empanadas in heißem Öl fritiert und gerne zum Kaffee gereicht. Oftmals wird die Füllung mit Reis zubereitet. Zwiebeln, gekochtes Ei und Hülsenfrüchte, zum Beispiel Erbsen sind ebenfalls beliebt. Gewürzt wird diese Füllung mit comino, der kolumbianischen Variante des Kreuzkümmels. Eine Besonderheit bildet die in Pasto angebotene Empanada, die nach dem Frittieren in Zucker gewälzt wird. Eine süß-salzige Variante also.

In Chile füllt man die Empanadas chilenas gerne mit Bratenresten, gekochtem Ei, Zwiebeln, Rosinen und einer Olive. Auch Meeresfrüchte (empanada de marisco) oder Käse (empanada de queso) sind beliebt. Sie werden Im Ofen gebacken oder in Öl frittiert.

In Mexiko werden Empanadas auch mit süßer Ananas, Erdbeeren oder salzigem Huhn oder Rind serviert.


Hier ein Rezept für schnelle Empanadas (Empanadas Rapidas)

 Zutaten

  • 300 g Blätterteig-Quadrate (Tiefkühltruhe)
  • 100 g gekochter Schinken
  • 150 g Schnittkäse (Edamer, Gouda)
  • 1-2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 frische rote Chilischote
  • 3 Stängel Petersilie
  • 2 Zweige Koriander
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • Salz, Pfeffer

 

 Zubreitung

Schinken, Käse, Chilischoten, Zwiebeln und Knoblauch, Petersilie, Koriander würfeln bzw. fein hacken und alles mit 1 Ei vermengen, salzen und pfeffern.

Blätterteig-Quadrate in Dreiecke (oder eine Blätterteigrolle in gleich große Dreiecke schneiden) schneiden und Füllung auf die eine Hälfte geben. Die andere Hälfte als Deckel drauflegen. Ränder andrücken und mit Eigelb bestreichen.

Empanadas bei 200 Grad im Ofen goldgelb backen.

 

 


29.04.2018
 
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